transform | Rob Aeberhard

 

ROB AEBERHARD

Robert Aeberhard lebt und arbeitet als Musiker und Klangkünstler in Bern. Mit seiner Geräuschmusik begleitet er den Berner Musiker Oli Kuster im Duo „OKRA“. Zusammen mit der Autorin und Spoken-Word-Poetin Ariane von Graffenried bildet er „Fitzgerald&Rimini“ und veröffentlichte 2011 die CD „Aristokratie und Wahnsinn“; im Februar 2015 erschien die CD „Grand Tour“, für welche sie den Anerkennungspreis Literatur des Kanton Bern erhielten. Als Bassist spielt Robert Aeberhard in Bands wie „Trummer“, „Electric Blanket“, „Amarillo Brillo“, „Nils Burri“. 2014 verbrachte Robert Aeberhard im Rahmen des Stipendiums des Kanton Berns sechs Monate an der Cité Internationale des Arts in Paris.

„dadaad. an open tuning“ ist ein musikalische Unterfangen Robert Aeberhards. Auf seinen Reisen durch die Welt trägt er stets einen Rekorder in der Tasche und zeichnet Geräusche auf: Den Wind, der in ein Rohr auf einem isländischen Vulkan bläst, Altmetall in einer verlassenen Radarstation, einen Magen nach einer Portion Austern oder einen einsamen Papagei im Zoo von Monaco. Robert Aeberhard spürt Klänge auf, hört ihnen zu, bis er ihre Geschichte versteht und sie von seinem ganz eigenen Standpunkt aus nacherzählen kann. Aus den gesammelten Geräuschen werden Sampleinstrumente entwickelt, wodurch die Klänge spielbar werden. Zu Soundscapes geschichtet entstehen musikalische Kompositionen, nur um wieder in schlichte Geräusche zu zerfallen. So bilden sich filmische Sequenzen, abstrakte Klanglandschaften und musikalische Episoden, die den Zuhörer mitnehmen auf eine Reise entlang der Grenze von Musik und Klangkunst.

 

Am transform experimentiert Robert Aeberhard mit der Performance „Sisyphus playing cat and mouse“ vor Ort. Das Publikum kann in einer Art Katz-und-Maus-Spiel über verschiedene Steuerungen die Instrumente und den Klang des Performers beeinflussen und damit seinen Handlungsspielraum limitieren und die Spielweise manipulieren. Änderungen der Lautstärke bis hin zur vollständigen Unkenntlichmachung des ursprünglichen Klanges durch verschiedene Effektgeräte sind möglich.

Gelingt es dem Performer, trotz der externen Manipulationen seine künstlerische Idee weiterzuverfolgen?

 

www.dadaad.ch 

 

Rob Aeberhard arbeitet vom 15.2. bis zum 19.2.2016 für transform VA5 vor Ort. Was in der Woche entstanden ist und wie die Menschen aus dem Quartier Rob’s Performance beeinflusst haben und beeinflussen werden, ist beim Freitagsrundgang am 26.2. zu erleben.